Boxenstopp
Bevor ich es mir zu Hause zwei Wochen lang gut gehen lassen konnte, stand an meinem letzten Abend in Cork noch eine 12-Pubs Tour quer durch Cork, organisiert von Apple, an. Das komplette Apple Verkaufsteam versuchte sich durch die 12 besten Pubs Corks zu trinken - und scheiterte. Ich weiss gar nicht mehr, wie weit wir eigentlich gekommen waren, aber obwohl wir bereits um sieben Uhr den ersten Pub stuermten, waren wir um Mitternacht nicht weiter also ueber den sechsten oder siebten Pub hinausgekommen. Um Mitternacht ist in Irland sowieso Zapfenstreich - will sagen Last Order. Danach verlagerte sich die Action dann in Nachtclubs oder nach Hause. Dass wir so richtig erst im sechsten Pub zum Zuge kamen, lag aber auch daran, dass ich noch nie mehrere Pubs am Freitagabend derartig voll erlebt habe. Da war im Sinne von Getraenke bestellen nichts zu wollen, wenn mein Chef, der es irgendwie zur Bar geschafft hatte, mir nicht ein Bier ausgegeben haette, waere ich wahrscheinlich erst sehr viel spaeter zum Trinken gekommen. Und ein Irland-Abschied ohne Bulmers und Jameson waere auch nicht das Wahre gewesen.
Am Wochenende also dann wie geplant Rueckfahrt nach Dublin, Koffer sortieren nach 'Mit-nach-Hause-nehmen-und-da-lassen' und 'hier-in-Irland-lassen'. Noch einmal in meinem kleinen Raeumchen in der Strand Street schlafen, und am Sonntag, Heiligabend, ab zum Flughafen. Dank des Weihnachts-Rueckflug-Rummels durfte ich alleine fuer den Check-In 35 Minuten anstehen - gut dass ich 2 Stunden vorher da war. Angestellt, eingereiht, eingestiegen - schon war ich auf dem Heimweg, an den ich vier Monate sowohl mit Freude als auch Schrecken gedacht hatte. Ein wenig hatte ich sogar der Weissen-Weihnachts-Illusion nachgehangen, aber in Deutschland lag genauso viel Schnee wie in Irland. Hier schneit es alle Jubeljahre einmal, und wenn, dann auch nur in den Bergen. Gelandet, Koffer aufgelesen, Fanfare zur Begruessung - schoen, wieder zu Hause zu sein.
Heiligabend war dann von Deluxe-Essen (nach vier Monaten Pommes, Pizza, Spaghetti und Salat) und Tannenbaum-Geschenken gepraegt. Auf meinem Treppenaufgang laeutete ein Willkommen-zu-Hause Plakat das komische Gefuehl ein, nach einiger Zeit sein altes Zimmer wieder zu betreten - "hier habe ich mal gewohnt?" Das legte sich aber spaetestens, als ich zum ersten Mal wieder in meinem XXL-Bett schlafen konnte... endlich mal wieder eine Decke, die so gross ist wie ich. Bei der Rueckkehr habe ich mir ob des Temperaturunterschiedes gleich eine schoene Erkaeltung eingefangen.. Es war aber auch ziemlich kalt in Neumuenster...
Die erste Woche Heimat (zwischen Weihnachten und Neujahr) war wie immer, und doch ganz anders. Verwandte besuchen wie immer, und doch war mit Freunden chillen, die man eine Ewigkeit nicht mehr gesehen hat, etwas gaenzlich Neues.
Hier Besuch, da telefonieren und nebenbei Silvester vorbereiten (und ich sage wir haben nicht die Haelfte vergessen!) - das alte Jahr habe ich gemuetlich ausklingen lassen und das neue freudig begruesst. Zweite Woche Heimat: PC wieder in Gang kriegen (IDE-Controller streikte), neues Handy auftreiben (Danke, dass alles immer zusammen und auf einmal kaputt geht, und herzlichen Dank an meine rettende Skifahrerin Julie fuer ein neues Geraet), an Unis bewerben und ein paar Sachen wieder zusammenraffen. A pros pros Uni: sehr viel Spass hatte ich mit streikenden Uni-Seiten (Fehler im Modul wimma...), Beglaubigungen von Abiturzeugnissen und Uni-Hausbesuchen (wie kann es sein, dass ich fuer einen Trip nach Kiel 12,80 bezahlen soll..? Die deutsche Bahn hat sie doch nicht mehr alle...). Dennoch nett, einmal den alltaeglichen Uni-Wahnsinn mitzuerleben - jetzt weiss ich, was ein Teil meiner Leser durchmacht(e) und mir noch bevorsteht. Das Gefuehl, nach vier Monaten Bus-Gluecksspiel einen Busfahrplan zu sehen, und dann auch noch zur angegebenen Zeit einen Bus eintreffen zu sehen, ist unbeschreiblich. Ausserdem sind die Unterschiede bei Subway trotz Globalisierung erheblich - unbedingt das 'Italian Herbs and Cheese' Brot probieren, sobald es in Deutschland rauskommt (sollte es jemals rauskommen..)!
Ansonsten waren die zwei Wochen gepraegt von schoenen Wiedersehen, obwohl sich auch in nur vier Monaten massig veraendert hat: hier ein Geschaeft weg, da ein neues Haus. Ploetzlich liegen Lehrer im Koma und Freunde gucken Popstars - die Welt ist im Wandel. Man lebt sich doch schnell wieder ein zu Hause, und es gibt immer ein oder zwei Dinge, die man nicht mehr schafft, weil der Rueckflug dazwischen kommt. Aber trotzdem gibt es einige Dinge die sich nie aendern, und nach kurzer Zeit ist es, als waere man nie weg gewesen. DVD-gucken und Teetrinken hiess die Devise. Ein wenig Verwirrung herrschte lediglich in meinem Kopf, denn man faengt doch sehr schnell an, zwischen dem Dreieck Neumuenster-Dublin-Cork zu haengen, besonders wenn man staendig zwischen den Eckpunkten unterwegs ist. Erinnerungen, Errungen- und Bekanntschaften machen das Einordnen schwer, sodass man sich schnell ueberall ein wenig zu Hause fuehlt. Deutlich wurde mir das am Begriff "zu Hause", den ich schnell um die Stadt-Bezeichnung ergaenzt habe - im Moment bin ich zu Hause in Cork. Durch das ewige Kofferpacken geht einem aber trotzdem das Umziehen schnell auf die Nerven, auch, weil man eine Ewigkeit braucht, bis man von Neumuenster endlich wieder in Cork ist - doch dazu spaeter mehr. Auf jeden Fall freue ich mich auf eine Zeit, wenn ich einmal einen Platz gefunden habe, wo ich laengere Zeit bleiben kann, ohne staendig packen zu muessen - doch in naechster Zukunft wird es noch nicht so weit sein.
Und so endete also der erste Teil meiner Irlandfahrt (Hin und wieder zurueck), der Hauptteil meines Aufenthalts, der sich Irland 2006 nennt, ist vorbei - hier kommt Irland 2007. Jetzt heisst es, noch einmal sieben Wochen durch zu starten - da kommt es mir sehr gelegen, dass ich am Tag nach meiner Rueckkehr gleich wieder bei Apple einsteigen kann, um dort fortzufahren, wo ich aufgehoert habe.
Bleibt mir noch zu sagen: es war sehr schoen, euch alle wiederzusehen!
Am Wochenende also dann wie geplant Rueckfahrt nach Dublin, Koffer sortieren nach 'Mit-nach-Hause-nehmen-und-da-lassen' und 'hier-in-Irland-lassen'. Noch einmal in meinem kleinen Raeumchen in der Strand Street schlafen, und am Sonntag, Heiligabend, ab zum Flughafen. Dank des Weihnachts-Rueckflug-Rummels durfte ich alleine fuer den Check-In 35 Minuten anstehen - gut dass ich 2 Stunden vorher da war. Angestellt, eingereiht, eingestiegen - schon war ich auf dem Heimweg, an den ich vier Monate sowohl mit Freude als auch Schrecken gedacht hatte. Ein wenig hatte ich sogar der Weissen-Weihnachts-Illusion nachgehangen, aber in Deutschland lag genauso viel Schnee wie in Irland. Hier schneit es alle Jubeljahre einmal, und wenn, dann auch nur in den Bergen. Gelandet, Koffer aufgelesen, Fanfare zur Begruessung - schoen, wieder zu Hause zu sein.
Heiligabend war dann von Deluxe-Essen (nach vier Monaten Pommes, Pizza, Spaghetti und Salat) und Tannenbaum-Geschenken gepraegt. Auf meinem Treppenaufgang laeutete ein Willkommen-zu-Hause Plakat das komische Gefuehl ein, nach einiger Zeit sein altes Zimmer wieder zu betreten - "hier habe ich mal gewohnt?" Das legte sich aber spaetestens, als ich zum ersten Mal wieder in meinem XXL-Bett schlafen konnte... endlich mal wieder eine Decke, die so gross ist wie ich. Bei der Rueckkehr habe ich mir ob des Temperaturunterschiedes gleich eine schoene Erkaeltung eingefangen.. Es war aber auch ziemlich kalt in Neumuenster...
Die erste Woche Heimat (zwischen Weihnachten und Neujahr) war wie immer, und doch ganz anders. Verwandte besuchen wie immer, und doch war mit Freunden chillen, die man eine Ewigkeit nicht mehr gesehen hat, etwas gaenzlich Neues.
Hier Besuch, da telefonieren und nebenbei Silvester vorbereiten (und ich sage wir haben nicht die Haelfte vergessen!) - das alte Jahr habe ich gemuetlich ausklingen lassen und das neue freudig begruesst. Zweite Woche Heimat: PC wieder in Gang kriegen (IDE-Controller streikte), neues Handy auftreiben (Danke, dass alles immer zusammen und auf einmal kaputt geht, und herzlichen Dank an meine rettende Skifahrerin Julie fuer ein neues Geraet), an Unis bewerben und ein paar Sachen wieder zusammenraffen. A pros pros Uni: sehr viel Spass hatte ich mit streikenden Uni-Seiten (Fehler im Modul wimma...), Beglaubigungen von Abiturzeugnissen und Uni-Hausbesuchen (wie kann es sein, dass ich fuer einen Trip nach Kiel 12,80 bezahlen soll..? Die deutsche Bahn hat sie doch nicht mehr alle...). Dennoch nett, einmal den alltaeglichen Uni-Wahnsinn mitzuerleben - jetzt weiss ich, was ein Teil meiner Leser durchmacht(e) und mir noch bevorsteht. Das Gefuehl, nach vier Monaten Bus-Gluecksspiel einen Busfahrplan zu sehen, und dann auch noch zur angegebenen Zeit einen Bus eintreffen zu sehen, ist unbeschreiblich. Ausserdem sind die Unterschiede bei Subway trotz Globalisierung erheblich - unbedingt das 'Italian Herbs and Cheese' Brot probieren, sobald es in Deutschland rauskommt (sollte es jemals rauskommen..)!
Und so endete also der erste Teil meiner Irlandfahrt (Hin und wieder zurueck), der Hauptteil meines Aufenthalts, der sich Irland 2006 nennt, ist vorbei - hier kommt Irland 2007. Jetzt heisst es, noch einmal sieben Wochen durch zu starten - da kommt es mir sehr gelegen, dass ich am Tag nach meiner Rueckkehr gleich wieder bei Apple einsteigen kann, um dort fortzufahren, wo ich aufgehoert habe.
Bleibt mir noch zu sagen: es war sehr schoen, euch alle wiederzusehen!


5 Comments:
Marco, willkommen in meiner Welt! Denn bei mir heisst es schon seit langem: "ich bin ueberall zuhause wo ein bett steht in dem ich schlafen kann" .... und an die umschreibung von zuhause mit zusatz gewoehnst du dich auch noch *g*
dasselbe gilt natuerlich auch fuer das freunde besuchen dilemma ;)
aber erstmal willkommen in deiner wahren heimat: IRLAND !
da muss ich mich ja mal mit dem Irlandfahrer etwas anlegen...so einfach lassen wir Marco hier nicht weg...-so dass seine wahre Heimat garantiert hier ist!!!möglich, das seine wahl-heimat nun iralnd geworden ist..
also lass dir das gasagt sein!
Nananana... Friede sei mit euch...
Keine Angst Julie, zu Hause bin ich immernoch in Neumuenster und bei euch..
man kann dich jetzt wohl als fortgeschrittenen irlandfahrer bezeichnen. du kannst dich daher jetzt in season two darin weiter üben, alle großen pubs von cork zu meistern, deine dominanz unter den iren beim bestellen am tresen beweisen und auch deine enorme trinkfestigkeit und singfreude am tisch demonstrieren. also viel spaß in der zweiten hälfte und eigentlich auch schon wieder bis bald. :)
Auf jeden Fall.... es ist echt erstaunlich, dass sich soviel geaendert hat, aber trotzdem wieder alles gleich ist. nach nicht mal 4 Stunden on the road war ich wieder drin im Irland-Gang, Bus nach Cork, Hostel etc.. Ist natuerlich auch schoen, schon alter Irland-Hase zu sein, da man viel mehr Sicherheit hat.
Ich bin ja mal gespannt wie's dann bei dir laeuft, wenn das "bis bald" gekommen ist und du hier in meine Fussstapfen treten wirst...
So ich singe und trinke dann mal weiter...
"Ah well, who wouldn't be a sailor lad..."
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