Donnerstag, Oktober 05, 2006

Whiskey in the Jar

Meinen zweiten Urlaubstag am Dienstag (der musste allein schon wegen des Tags der deutschen Einheit sein - Einigkeit und Recht und Freiheit....) haben Fabi und ich etwas ruhiger angehen lassen. Das tat aber auch bitter not, und so sind wir dann in die Old Jameson Distillery gegangen, wo bis vor wenigen Jahren noch der beste irische Whiskey (irisch Uisce Beatha, gesprochen Isch-ke-baha, bedeutet Water of Life :) gebraut wurde. Allein von den Geruechen in der Distillerie hatte man schon den Eindruck, einen in der Krone zu haben. Die Tour durch die Anlage war sehr interessant und auch nicht sehr teuer, wenn man sich als Student ausgibt, der seine Karte nicht dabei hat... Am Ende der Tour gab es dann ein obligatorisches Glas Whiskey fuer jeden, und beim Whiskey Tasting stieg sofort die Stimmung. Wirklich ein koestliches Getraenk, seit dem Besuch bin ich wirklich auf den Geschmack von Jameson Whiskey gekommen..

Anschliessend waren wir auf dem Chimney, einem umgebauten alten Fabrikschornstein, von dem aus man den allerbesten meilenweiten Rundblick ueber Dublin hat. Sogar Howth vom Vortag konnte man noch erkennen. Das Abendessen an diesem Tag war wieder ausgezeichnet, auch weil wir (entgegen dem allgemeinen Urteil, wir oder ich wuerden uns ungesund ernaehren :) eine reichliche Salatbar von o'Briens besorgt hatten - quasi das Subway der Salatverkaeufer. Und mit Haehnchenfleisch und Dressing war der auch super lecker.
Am naechsten Tag musste ich zu meiner Arbeit zurueckkehren, so dass Fabi auf eigene Faust Malahide erkundet hat; ein kleines Staedtchen circa 45 Minuten noerdlich von Dublin, in dem ein sehr schoenes Schloss mit Gemaeldesammlung und Parkanlage sein soll. "Sein soll" deshalb, weil ich halt nicht da war, da kann euch also Fabi mehr drueber erzaehlen, vielliecht hinterlaesst er ja einen Comment oder Gast-Beitrag ueber seinen Malahide Besuch. Zurueck in Dublin konnte er aber auch sofort die Gastfreundschaft und Redelust der Iren entdecken: Beim Lauschen einer Harfenspielerin verwickelte ein aelterer Ire in in ein Gespraech und lud in spontan auf einen Kaffee ins naechste Restaurant ein - ja ja, so kann's gehen in Irland.

Der Rest der Woche verlief relativ ruhig, ich habe gearbeitet (und meinen zweiten Cheque erhalten), Fabi hat mich morgens wie ein besorgter Vati dort abgesetzt und nachmittags (aus dem Kinderparadies) wieder abgeholt :) , dann sind wir meist noch gemuetlich 'was trinken und fuer's Abendessen einkaufen gegangen. Ueberhaupt haben wir uns fuer zwei junge Junggesellen sehr koestlich und nahrhaft ernaehrt, zum Beispiel Schrimps auf Pommes frites mit Salat, Baguette und Nudeln, siehe Bild. Am Mittwoch Abend konnte ich dann eine sehr nette Pubrunde mit Fabi UND Konrad geniessen (voellig unabhaengig voneinander und voellig unabgesprochen waren wir alle in Hemd und Krawatte erschienen..), die beiden haben sich auf Anhieb super verstanden, und es war ein sehr netter Abend mit Whiskey, Guiness und Bulmers, meinem neuen Lieblings-Cider. Und beim Trinken gab es dann auch eine sehr interessante Gespraechsrunde, die bis zur Last Order um Mitternacht ging. Wirklich ein sehr gelungener Abend und eine sehr gelungene Woche mit einem schoenen Einblick in Irland fuer Fabi, wie ich denke. Da Fabi morgen, am Samstag, bereits wieder die Heimreise antritt, werde ich also naechste Woche bereits wieder von meinen Solo-Abenteuern berichten.

P.S.: Jeder, der hier bis jetzt fleissig am kommentieren war, hat jetzt das erste Dankeschoen dafuer erhalten: ihr solltet jetzt in eurem eMail Postfach ein Video aus dem Zoo finden. Viel Spass damit!

3 Comments:

Anonymous Anonym said...

Jo, ich kann nur sagen, man weiß nicht wie guiness schmeckt und wie ein pub auszusehen hat, bevor man nicht in irland war. an dieser stelle ist natürlich schottland nicht zu vergessen, aber da weiß julie mehr.^^ also vielleicht schreib ich wirklich bald einen kurzen bericht über meine odyssee durch dublin. naja, war auf jeden fall super, "thanks a million, almighty", alter, du weißt ja, verrückte barkeeper.^^

10:26 PM  
Anonymous Anonym said...

hey...
ja also..damals in schottland ...da war das so...


nein dazu hab ich jetzt leider grad keine zeit, aber ich wollte schon protestieren als ich deinen ersten satz gelesen habe, fabi, zum glück kam da ja noch was nach...
destillerien und whiskey aus schottland sind betsimmt genauso hervorragend wie die irischen....
vielleicht schmeckt ja das guiness dort noch ein wenig originaler....wer weiß...
also erstmal gute nacht

7:27 PM  
Blogger Marco said...

Ich finde, diese Frage sollte man in einem Feldversuch klaeren. Denn in der Destillie gab es zwar auch einen Whiskey-Vergleich, aber ob der jetzt so objektiv war wage ich zu bezweifeln..

Julie, gerne einen kleinen Exkurs ueber schottischen Whisky posten, passt ja hier wunderbar in den Post und ergibt garantiert eine interessante Gegenueberstellung zum irischen Whiskey.

Il Marco di Irlanda

9:17 AM  

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