Freitag, September 22, 2006

Ryder Cup


Von Freitag bis Sonntag fand in Irland der 36te Ryder Cup statt. Waehrend dieses Ereignis hier in Irland in etwa genauso wie die Fussball-WM bei uns gefeiert wird, geht dieses Golf-Turnier im Rest von Europa etwas unter - bis vor wenigen Wochen wusste ich nicht einmal, dass es ueberhaupt eine Meisterschaft im Golfen gibt.
Dabei ist der Ryder Cup ziemlich bedeutend, er findet seit 1927 alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt und ist das prestigetraechtigste Golfturnier der Welt. In verschiedenen Modi treten dabei die besten Golfer Europas gegen die der Vereinigten Staaten an.

Urspruenglich war der Cup ein Wettkampf zwischen Grossbritannien und den USA, doch da die Amerikaner schnell den Wettkampf dominierten, wurde die Mannschaft der Briten mit Golfern aus Irland verstaerkt - seit den 70er Jahren stellen sich Golfer aus ganz Europa den Amerikanern, so zum Beispiel auch der deutsche Golfer Bernhard Langer, der vor zwei Jahren Teamkapitaen war. Seitdem Europa geschlossen antritt, hat sich das Kraefteverhaeltnis ausgeglichen; in den letzten Jahren war jedoch stets Europa der Sieger, acht der letzten elf Turniere gingen an die zwoelf Golfer des Europaeischen Teams.
Seitdem hat sich der Ryder Cup zunehmend zu einem Prestigeduell zwischen der Alten und der Neuen Welt entwickelt. (Aus Wikipedia.de)

Soviel zur Geschichte des Ryder Cups, wie in den letzten Jahren ging der Pokal auch diesmal an die Europaeer - leider ohne deutschen Teilnehmer. Ich habe noch ein Stueck des letzten Spiels sehen koenne, denn obwohl ich zu spaet eingeschaltet habe, ist das Fernseh-System in Irland relativ ausgekluegelt. Jeder grosse Sender sendet sein Programm auf einem zweiten Kanal um eine Stunde zeitverzoegert. Hat man gerade den Anfang eines Films verpasst, kann man auf dem zweiten Kanal wieder einsteigen - ein sehr praktisches System.
Nun aber zu etwas ernsterem, das Finale am Sonntag war doch sehr mitreissend, denn Darren Clarke, der mit dem letzten Putt den Sieg der Europaeer (18,5 zu 9,5) zementierte, brach bei der Siegerehrung in Traenen aus. Seine Frau Heather hatte vor einem Monat ihren Kampf gegen den Krebs verloren. Ihr letzter Wunsch, den sie aeusserte, war, ihr Mann moege Europa beim Ryder Cup zum Sieg verhelfen. (Aus Herald AM)

Grosse Emotionen also beim Finale eines grossen Golfturniers, sehr authentisch und pragmatisch wie ich finde, denn im Leben kann eben nicht immer die Sonne scheinen.

3 Comments:

Blogger Marco said...

Ein sehr ernster Post diesmal, ich weiss, aber ich fand, es war an der Zeit zu zeigen, dass mein Blog mehr als nur Comedy sein kann.

Von daher lasst euch nicht beunruhigen, ich bin nicht depressiv geworden oder so was, ich bin voller Lebensfreude wie immer, der naechste Post wird wieder so, wie wir alle diesen Blog lieben.

In diesem Sinne, der Marco

2:55 PM  
Anonymous Anonym said...

du schreibst schon wieder sooo viel, dass ich n icht hinterher komme..
Aber es gefällt mir auch mal was anderes zu lesem, als nun grad einen neuen Witz über klischees

4:54 PM  
Blogger Marco said...

Naja, es macht halt kaum Sinn, erst naechste Woche ueber ein Sportereignis zu schreiben, das gerade gestern sein Finale hatte. Aber du hast recht, in schreibe immer schubweise, kommt halt drauf an, wie kreativ ich gerade bin. Und manchmal hab ich regelrechte Schreibblockaden.. Schlimm ist das. :)

10:54 AM  

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